Peinliche Kollegin

Wir hatten gestern einen internen Fortbildungstag. Dazu wird alljährlich die gesamte Schülerschaft abbestellt. Letztere freut es; uns nervt es zumeist, weil es langweilig und unnötig sowie sinnlos zeitraubend ist.

Doch dieses Mal sollte sich das Blatt mal wenden. Eine junge Kollegin hatte die Idee, die langweiligen Gruppenveranstaltungen mit bunten Kärtchen und Flipsharts dahingehend aufzubrechen, dass sie eine eigene Fortbildungsveranstaltung zum Thema Lehrergesundheit anbot. Weiterlesen

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Plötzlich alles anders…(Beitrag 21/2017)

Zu folgender Problematik, welche sicher sehr viele unserer Kolleginnen und Kollegen betrifft, haben wir in den vergangenen Monaten unzählige Briefe mit der Bitte um Veröffentlichung in Form eines Gastbeitrags erhalten. Jedoch haben wir uns bisher gescheut, zum Thema „Flüchtlinge in unseren Schulen“ etwas selbst zu schreiben bzw. Dritte etwas darstellen zu lassen. Es ist häufig eine sehr persönliche politische Haltung zu lesen gewesen, derer wir uns weder annehmen noch diese vertreten möchten noch unseren Blog für politische Meinungsäußerungen benutzen lassen möchten. Dennoch ist es mittlerweile an zahlreichen Schulen zu einer Spagat-Leistung bzgl. des Unterrichtens in Klassen mit immer mehr Flüchtlings-Schülern für uns Lehrer geworden, so dass wir Claire* die Gelegenheit geben möchten, ihre Zeilen abzudrucken. Wir haben uns bewusst für Claires Brief entschieden, da er sehr persönlich geschrieben nur ihr Erleben darstellt und auf subjektive Anmerkungen in oben beschriebener Hinsicht verzichtet. Jeder von uns hat wohl seine eigene Meinung zu den Wahrnehmungen und Beobachtungen, zu gesellschaftlichen Entwicklungen und politischen Entscheidungen. Nur ob es der Lösung sämtlicher gesellschaftlicher und privater Probleme tatsächlich dienlich ist, sie in den Netzwerken kundzutun, ist so manches Mal fraglich. Weiterlesen

Der erste Schultag, so unterschiedlich kann er sein. (Beitrag 20/2017)

Viele E-Mails von Lesern haben uns mittlerweile schon wieder erreicht, so dass wir einen eigentlich für heute geplanten Beitrag zurückstellen und uns dem Thema Einschulung widmen wollen. Aus der Fülle von Nachrichten haben wir uns für die beiden Briefe von Anja und Christiane entschieden. Die beiden Mamas haben die Einschulungen ihrer Kinder in RLP derart unterschiedlich erlebt, dass wir gar nicht glauben können, dass beide Schulen nur 3 km von einander entfernt liegen. Weiterlesen

Blogneuvorstellungen im Lehrercafe – Richard Heath und sein Blog „Freie Online Akademie“

Wir sind heute ein wenig stolz auf uns. Immer mehr Leser „verfolgen“ unseren Blog, die Blogstatistik nimmt zu, und es gibt immer mehr Leser, die unseren Blog nutzen möchten, um ihre eigenen Anliegen, Blogs, Bücher und mehr vorstellen zu dürfen. Wir scheinen zu gefallen, mit unseren Beiträgen, mit unserer Art, zumindest erhalten wir dazu viele Rückmeldungen – und das macht uns stolz. Danke an alle Leser…

Heute möchte wir Richard die Gelegenheit einräumen, uns allen seinen neuen Blog und seine Aktivitäten vorzustellen. Er hat uns einen Beitrag geschickt, den ihr nun nachfolgend lesen könnt. Viel Spaß damit und besucht ihn doch mal in seiner Freien Online Akademie, es lohnt sich wirklich. Schönes Wochenende, eure Ela und Alexa.

Liebe Leserinnen und Leser, sehr herzlich möchte ich mich bei Ela und Alexa für die Gelegenheit bedanken, hier im Lehrercafe meinen neuen Blog vorzustellen. Mit ihm möchte ich meine Erfahrungen als Lehrer, Künstler und Musiker weitergeben und andere inspirieren. Weiterlesen

Sezieren ohne Sinn und Verstand (Beitrag13/2017)

Nichts ahnend begab ich mich in die Flure der naturwissenschaftlichen Bereiche unserer Schule, um einen Kollegen für eine Besprechung zu treffen. Je näher ich kam, um so mehr intensivierte sich ein süßlich aber dennoch fauliger, oder besser gesagt verwester Geruch, so dass ich augenblicklich auf Mundatmung umstellte. Lautes Geschrei und Schülergewusel waren deutlich zu vernehmen, kein Wunder, die Türen zum Biologiekabinett standen sperrangelweit offen. Plötzlich schoss Denis, Bio-LK 11, auf den Flur und postierte sich schreiend und mit Horrormine mitten auf den Gang. Seine Hände waren tiefrot verschmiert, sein T-Shirt ebenso, er schrie und gestikulierte wild und kam mir immer näher. Einen Schritt zurückweichend fasste ich mir im dunklen Flur ein Herz und schrie zurück. Weiterlesen

Buchvorstellungen im Lehrercafe – Nele Hansen mit Mobbing Beschreibung eines Phänomens

Die zweite Buchvorstellung auf unserem Blog widmen wir der Neuautorin Nele Hansen. Nele hat sich mit einer Thematik auseinandergesetzt, die kaum in der deutschen Medienlandschaft abgehandelt wird. Es geht in ihrem Buch um Mobbing, diese fiese und gemeine Umtriebigkeit so mancher uns umgebenden Menschen. Allerdings schaut sie nicht auf die üblichen Mobbingsituationen zwischen Lehrern und Schülern oder Schülern untereinander, worüber nur allzu oft schon berichtet wurde, sondern konzentriert sich ausschließlich auf Mobbingsituationen zwischen Lehrerkollegen und Lehrerkolleginnen. Als wir das uns zugesandte Exemplar in die Hände bekamen, konnten wir uns kaum losreißen und lasen es beinahe an einem Nachmittag durch – vielleicht, Weiterlesen

Wer lesen kann ist klar im Vorteil… (Beitrag 11/2017)

Wieder einmal schüttelte ich energisch den Kopf beim Korrigieren und fluchte auch noch. Herr Kranz amüsierte sich köstlich, scheinbar schaute er mir schon eine ganze Weile zu.

„Warum grinst du?“, fragte ich ihn.

„Weil ich mir die Frage stelle, ob du dich über dich ärgerst oder über die Schüler. Was haben denn so viele nicht begriffen oder falsch beantwortet, dass du gleich bei jeder zweiten Klausur so wütend bist?“

„Echt, bei jeder zweiten?“

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Ab in die Schublade (Beitrag 6/2017)

Wir haben bei Änschie (die wiederum wurde durch die Blogparade bei wheelie angeregt) einen tollen Artikel zum Thema Vorurteile gelesen und fühlen uns nun wirklich angestachelt, auch etwas dazu zu schreiben, da es im Berufsstand der Lehrer nur so wimmelt von Vorurteilen. Wenn es Aufnahmeprüfungen zum Lehramtsstudium gäbe, wäre die Eigenschaft, Vorurteile auszubilden, ganz sicher ein zu überprüfendes Kriterium.

Was ist das überhaupt, ein Lehrer-Vorurteil? Weiterlesen

Wenn der Dienst (zu) privat wird (Beitrag 5/2017)

„Dienst ist Dienst, und Schnaps ist Schnaps“, jeder von uns kennt sicher dieses Sprichwort und weiß um dessen Bedeutung, dass man dienstliche und private Angelegenheiten trennen sollte. Bereits zu Referendariatszeiten wurde es mir und meinen Mitstreitern zur Verinnerlichung mehr als einmal ans Herz gelegt.

In dieser Woche geschehen:

Die neue Unterstufenleiterin Frau Klarkson freundete sich mit der schon jahrelang an der Schule unterrichtenden und 10 Jahre älteren Kollegin Rot an. Nach einigen Wochen trafen sie sich bereits zum Kaffeeklatsch, nach einigen Monaten fuhren beide Ehepaare zusammen in den Urlaub. Frau Klarkson wurde schwanger, die Freude war groß. Als nach der Geburt die Taufe anstand, übernahm Frau Rot das gewichtige Amt der Patentante für die kleine Christine. Im Laufe der Jahre veränderten sich das Kollegium, die Struktur der Schule und ein paar weitere Kleinigkeiten, die für Frau Rot zur Belastung wurden. Sie begann Fehler zu machen, die Frau Klarkson zunächst mit Augenzwinkern und freundlichen Hinweisen deckte für ihre Freundin. Doch eines Tages war eine weitere Auffälligkeit nicht mehr zu vertuschen, was für Frau Rot dazu führen soll, dass sie einen bestimmten zu leitenden Aufgabenbereich in der Schule aufgeben soll/muss und in Zukunft „nur“ noch ihren Unterricht übernehmen soll. Auch eine Klassenleitung soll ihr nicht mehr gegeben werden im kommenden Schuljahr. Die Entscheidung der Schulleitung steht fest, die Übermittlung dessen jedoch oblag Frau Klarkson.

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