Buchvorstellungen im Lehrercafe: „Die Entdeckung des Glücks“ von Isabell Prophet

Was hat dieses Buch mit Schule zu tun? Alles. Denn Schule bedeutet für mich Arbeitsstelle, Elternarbeit, Arbeit am Wochenende und in den Ferien, Berichterstattungen der eigenen Kinder, der Nachbarn, Rat einholen durch Freunde…und ich habe es vergangenes Wochenende nach den ersten Korrekturen gelesen. Ja, ich habe noch Zeit zum Bücherlesen, weil ich sie mir nehme.
„Dein Leben fängt nicht erst nach der Arbeit an“ prangert es den interessierten Leser vom Cover an, welches im Übrigen ganz eigen gestaltet wurde und damit sofort Aufmerksamkeit erregt. Ein Satz, der mir gut gefällt, da ich ihn nach unzähligen Jahren überaus stressigen Berufslebens seit geraumer Zeit selbst beherzige, oder ihn so oft wie möglich versuche, einzuhalten. Weiterlesen

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Peinliche Kollegin

Wir hatten gestern einen internen Fortbildungstag. Dazu wird alljährlich die gesamte Schülerschaft abbestellt. Letztere freut es; uns nervt es zumeist, weil es langweilig und unnötig sowie sinnlos zeitraubend ist.

Doch dieses Mal sollte sich das Blatt mal wenden. Eine junge Kollegin hatte die Idee, die langweiligen Gruppenveranstaltungen mit bunten Kärtchen und Flipsharts dahingehend aufzubrechen, dass sie eine eigene Fortbildungsveranstaltung zum Thema Lehrergesundheit anbot. Weiterlesen

Buchvorstelllungen im Lehrercafe: „Schule Setzen Sechs“ von Robert Rauh

Elternabend. Ein Vater tritt aus der Elternschaft heraus und beklagt, dass auch in der dritten Schulwoche noch kein „richtiger“ Unterricht stattfinden würden und fragt nach, ob es denn nicht endlich genug sei, mit den andauernden Kennenlernrunden und Teambildungsmaßnahmen… im Fortlauf komme ich darauf zurück.

Der Titel klingt rau, wie der Nachnahme des Autors Robert Rauh. Deutschlands bester Lehrer des Jahres 2013 vergibt dem deutschen Schulsystem knallhart die Note sechs. Doch er meint damit nicht nur das System an sich, er schließt alle Beteiligten gleichermaßen ein, wobei sich selbst am allerwenigsten ausnimmt. Weiterlesen

Projekt: Handynacken (Beitrag 22/2017)

Aufsicht und ein prüfender Blick über den Schulhof. Mehr als die Hälfte der Schüler steht mit nach vornüber gebeugter Körperhaltung und stiert auf sein Smartphone. Lauter gebeugte Köpfe, die über Displays baumeln. Man kann sie überall beobachten, nicht nur hier auf dem Schulhof. In Wartezimmern, an Bushaltestellen, beim Einkaufen an der Kasse.
Der gesenkte Kopf kann zu Kopfschmerzen und Nackenproblemen führen und wird unter Ärzten als so genannter „Handynacken“ bezeichnet. Gerade bei den älteren Schülern machen sich die Symptome im Unterricht bemerkbar. Sie klagen vermehrt über Kopfweh, greifen sich mit der typischen Handbewegung ins Genick und geben ihre Schmerzen auch vermehrt an.
Also ran ans Projekt „Handynacken“. Weiterlesen

Plötzlich alles anders…(Beitrag 21/2017)

Zu folgender Problematik, welche sicher sehr viele unserer Kolleginnen und Kollegen betrifft, haben wir in den vergangenen Monaten unzählige Briefe mit der Bitte um Veröffentlichung in Form eines Gastbeitrags erhalten. Jedoch haben wir uns bisher gescheut, zum Thema „Flüchtlinge in unseren Schulen“ etwas selbst zu schreiben bzw. Dritte etwas darstellen zu lassen. Es ist häufig eine sehr persönliche politische Haltung zu lesen gewesen, derer wir uns weder annehmen noch diese vertreten möchten noch unseren Blog für politische Meinungsäußerungen benutzen lassen möchten. Dennoch ist es mittlerweile an zahlreichen Schulen zu einer Spagat-Leistung bzgl. des Unterrichtens in Klassen mit immer mehr Flüchtlings-Schülern für uns Lehrer geworden, so dass wir Claire* die Gelegenheit geben möchten, ihre Zeilen abzudrucken. Wir haben uns bewusst für Claires Brief entschieden, da er sehr persönlich geschrieben nur ihr Erleben darstellt und auf subjektive Anmerkungen in oben beschriebener Hinsicht verzichtet. Jeder von uns hat wohl seine eigene Meinung zu den Wahrnehmungen und Beobachtungen, zu gesellschaftlichen Entwicklungen und politischen Entscheidungen. Nur ob es der Lösung sämtlicher gesellschaftlicher und privater Probleme tatsächlich dienlich ist, sie in den Netzwerken kundzutun, ist so manches Mal fraglich. Weiterlesen

Buchvorstellungen im Lehrercafe – „Die entspannte Familie“ von Simone Kriebs

Erziehung – ein Grundbaustein, auf den jede/r Erzieher/in und jede/r Lehrer/in gern aufbauen würde, wenn ein Kind (zumindest stundenweise) aus der elterlichen Fürsorge entlassen eine pädagogische Institution besucht. Doch allzu oft denken wir Pädagogen darüber nach, welche Art von Erziehung bei dem ein oder anderen Kind wohl zu Hause stattfindet und manchmal sogar, ob es sich überhaupt noch bei dem, was dem Kind zu Hause widerfährt, überhaupt noch um Erziehung handelt. Sehr häufig geben so einige Eltern die Erziehung ihrer Kinder auch gern mal ganz ab in die pädagogisch ausgebildeten Hände, und nicht allzu selten haben wir Pädagogen es auch mit Eltern zu tun, die jegliche institutionäre Erziehungsarbeit von Grund auf anzweifeln und besserwisserisch Elternabende besuchen oder Pädagogen mit unzähligen Beschwerdebriefen und Telefonaten überhäufen. Weiterlesen

Der erste Schultag, so unterschiedlich kann er sein. (Beitrag 20/2017)

Viele E-Mails von Lesern haben uns mittlerweile schon wieder erreicht, so dass wir einen eigentlich für heute geplanten Beitrag zurückstellen und uns dem Thema Einschulung widmen wollen. Aus der Fülle von Nachrichten haben wir uns für die beiden Briefe von Anja und Christiane entschieden. Die beiden Mamas haben die Einschulungen ihrer Kinder in RLP derart unterschiedlich erlebt, dass wir gar nicht glauben können, dass beide Schulen nur 3 km von einander entfernt liegen. Weiterlesen

Wieder zurück (Beitrag 19/2017)

Gestärkt und aus allen Urlauben wieder heimgekehrt, meldet sich das Lehrercafe zurück. Es war ein schöner Urlaub zu zweit, darüber hatten wir schon berichtet, und es waren schöne Urlaube mit den Familien. Österreich, Spanien und Italien standen auf den Urlaubsplänen. Wir haben die Länder, die Sonne, die Menschen, das Essen, das Meer…..wir haben alles genossen.

Entweder, wir sind älter geworden und dadurch gelassener oder wir sind noch tiefenentspannt oder beides, aber irgendwie haben uns beide die jeweiligen Konferenzen am letzten Ferientag zur Vorbereitung auf das neue Schuljahr „kalt gelassen“. Unsere Stundenpläne sind dieses Jahr außerordentlich gut gestrickt, was sagt man dazu, viel Zeit fürs Lehrercafe (hi, hi, hi). Einige Kollegen waren schon stressgeladen und frustriert, kümmert uns nicht. Andere verschickten schon seit einer Woche E-Mails, haben wir nicht gelesen. Ein Sack neuer Kollegen, wo man auch hinhört. Mit denen muss man sich nun absprechen, hat auch bis Montag Zeit.

Nun denn, wir genießen die Sonne am heutigen letzten freien Nachmittag und freuen uns auf ein neues Schuljahr mit neuen und alten Schülern, mit neuen und alten Kollegen, mit Schulleitungspersonen und sonstigen in der Hierarchie über uns stehenden Menschen, mit dem uns vertrauten aber nicht geliebten System… Und über all das wollen wir uns weiterhin austauschen im Lehrercafe und darüber natürlich berichten.

Euch allen einen schönen Sonntag, eure Alexa und Ela Kaffeetasse

 

Erholung und Entspannung

Die ersten Ferientage sind vorüber. Alexa und ich haben die erste Ferienwoche für uns genutzt, um zu entspannen. Ganz allein, ohne Männer und Kinder, ohne Handy und sonstigen derallei Gerätschaften, sind wir nach Tirol ins wunderschöne Tannheimer Tal gefahren. Stress abbauen, Ruhe, frische Luft und gutes Essen waren alles, was wir wollten. Von daher sei es uns bitte verziehen, dass wir nicht gebloggt oder kommentiert haben. Dieses „Runterkommen“ haben wir ausprobiert und wir können es nur jedem empfehlen. Wir hatten eine süße kleine Ferienwohnung mit wirklich netten Gastleutchen, waren jeden Tag auf einem anderen Gipfel, haben nicht ein Wort über Schule gewechselt, sondern uns einfach nur entspannt und uns ausgepowert. Wir fühlen uns, als wären wir neu geboren… LG von Alexa und Ela Kaffeetasse