Blogneuvorstellungen im Lehrercafe – Lehrer-Momente

Heute möchten wir Lehrer-Momente die Gelegenheit einräumen, uns allen ihren neuen Blog vorzustellen. Eine (noch) junge und relativ frisch gebackene Lehrerin möchte auf ihrer Seite über Wissenswertes, interessante Tipps und Erfahrungen aus dem Unterricht berichten. Lehrer-Momente hat uns einen Gastbeitrag geschickt, mit dem sie sich nicht nur vorstellen wird, sondern mit dem sie auch unheimlich viele Tipps zur Unterrichtsgestaltung für die letzten Stunden vor den Ferien an uns weitergeben möchte. Also wir folgen dem Blog schon ein kleines Weilchen und sind ganz begeistert. LG aus dem Lehrercafe, Alexa und Ela  Kaffeetasse

 Wer und was ist „Lehrer-Momente“?

Ich möchte mich an dieser Stelle zunächst kurz in einem kleinen Steckbrief vorstellen:

  • Lehrerin unter 30
  • vor ca. 1,5 Jahren das Referendariat beendet
  • arbeite nun im ländlichen Niedersachsen an einer Gesamtschule mit Oberstufe
  • Fächer: Deutsch und Geschichte für das gymnasiale Lehramt.

Was will dieser Blog?

Da ich schon während des Referendariats merkte, dass ich ein Händchen für Organisation und Classroom Management habe, sollten das meine Schwerpunkte sein, über die ich gerne in einem Blog informieren wollte.

Ich möchte in erster Linie nützliche Tipps geben und mich mit anderen über Erfahrungen austauschen. Deshalb dient mein Blog als Ideenkiste und Plattform, denn viele Köpfe zusammen können gute Ideen hervorbringen.

Um es bildlich auszudrücken: Jedes Haus braucht ein Fundament, Säulen und Zwischenebenen, wenn es groß werden will. Mein Fundament bilden die beiden oben genannten Themen. Eine zusätzliche Säule bildet das Thema Klassenrat und alles Mögliche aus meinem Unterrichtsalltag. Zwischenebenen sind vor allem aktuelle Themen, die ich gerne zwischendrin einstreue oder aber auch tolle Ideen aus dem Unterricht, also Fachliches, die erwähnenswert sind.

Gespräche im Lehrerzimmer

Kollegin X zu Kollege Y: „Ich habe gerade mit meiner Klasse einen Film geguckt. Was will man auch Anderes kurz vor den Ferien machen?“

Kollege Y: „Ach, das hast du gerade gemacht? Das wollte ich in deiner Klasse auch gleich machen. Ob die das noch wollen?“

Natürlich ist es sicherlich nicht verkehrt, auch einmal gemeinsam mit der Klasse einen netten Film zu gucken, den sie sich wünschen. Das sorgt für ein tolles Erlebnis und sie haben schöne Erinnerungen.

Jetzt stellen wir uns aber einmal vor, jeder Kollege guckt einen Film. Schüler Mäxchen hat 6 Schulstunden und guckt in jeder dieser Stunden einen Film. Darauf wird er auf Dauer auch keine Lust haben, weil es meistens nicht bei einem Schultag bleiben wird, an dem Filme geschaut werden.

Ideenkiste – Meine TOP 7 für die letzten Stunden vor den Ferien

Aus diesem Grund möchte ich euch ein paar Anregungen geben, was noch alles in den letzten Stunden vor den Ferien möglich ist. Was ihr davon macht, ist immer auch stark klassenabhängig und sollte zu euch und eurer Klasse passen. Vielleicht gibt es aber noch weitere tolle Ideen, dann schreibt sie in die Kommentare J

  • Wünschebox

Eine gute Möglichkeit, um die Wünsche der Schüler für das kommende Schuljahr zu erfassen, ist es, eine Wünschebox oder ein –glas zu basteln. Dazu schneidet ihr einfach kleinere Zettel zurecht, könnt sie bei Belieben noch hübsch verzieren oder beschriften und lasst die Schüler ihre Wünsche aufschreiben. Diese können dabei ganz unterschiedlich ausfallen: Wünsche für das soziale Gefüge in der Klasse, Wunschthemen, eigene Ziele (z. B. Verbesserungen, mehr melden etc.) usw. Vorne auf dem Pult oder an einem anderen gut zugänglichen Ort in der Klasse stellt ihr dann eine schöne Box oder ein dekoriertes Bonbonglas auf (Gibt es bei Ikea recht preiswert) und lasst dort die Wünsche sammeln.

  • Brief an das zukünftige Ich schreiben

Das habe ich bereits öfter gemacht und kam super an. Ihr erklärt euren Schülern dazu, dass sie einen Brief an sich selbst schreiben sollen. Was werden sie in einem Jahr alles erlebt haben? Was erhoffen sie sich, welche Wünsche haben sie, wie werden sie sich vielleicht verändert haben? Die Schüler sollen ihren Gedanken freien Lauf lassen und können im Anschluss ihren Brief schön gestalten. Einen Briefumschlag solltet ihr dabeihaben. Dann sammelt ihr die Briefe und legt sie so gut weg, dass ihr sie in einem Jahr an eure Schüler verteilen könnt. Die Reaktionen sind einmalig!

  • TABU spielen

Hierfür gibt es nun mehrere Varianten: Entweder gestaltet ihr zu Hause auf Blanko-Karten (gibt es z.B. bei timetex) zu den vergangenen Unterrichtsthemen Tabu-Karten und lasst das Spiel in der Klasse spielen oder ihr gestaltet Karten zu Ferienthemen. In beiden Fällen macht es den Schülern riesigen Spaß und nebenbei lassen sie so das Schuljahr Revue passieren. Wer möchte, kann auch im Vorfeld einige Karten von Schülern beschriften lassen.

  • Black Stories

Wer kennt sie nicht? Da es hiervon mittlerweile die verschiedensten Varianten gibt, lassen sich diese auch gut mit jüngeren Schülern spielen, aber auch die älteren sind meistens davon begeistert und raten in Kleingruppen zusammen. Wenn man dann noch eine gruselige Atmosphäre schafft, kann man so eine schöne Einzelstunde verbringen.

  • Das Schuljahr in Bildern

Wenn man sich gerne kreativ ausleben will, kann man zunächst die behandelten Unterrichtsthemen mit der Klasse gemeinsam sammeln. Danach sind die Schüler gefragt: Sie sollen ihrer Kreativität freien Lauf lassen und die Themen als Bild malen. Wer es etwas anspruchsvoller machen möchte, kann ihnen auch den Auftrag geben, ein Ranking vorzunehmen oder aber bildlich darzustellen, welche Themen ihnen leicht oder eher schwergefallen sind. Hier eignen sich Sketchnotes auch hervorragend, wenn man diese mit der Klasse bereits durch Tafelbilder erarbeitet hat. Gerne auch in der Oberstufe einzusetzen, weil es das Abstraktionsvermögen schult und sie so nebenbei die Themen visuell zusammenfassen und wiederholen.

  • Poetry Slam

Diese Idee stammt aus einem sehr motivierten Deutsch LK. Wortgewandte Schüler können den Unterricht auch in einem Slam verarbeiten. Das benötigt allerdings etwas Vorlaufzeit und Unterstützung durch die Lehrkraft, ist aber mehr als lohnenswert! Wer dann doch nicht vortragen möchte, ist entweder Teil der Jury oder des Publikums. Wichtig ist hier, dass allen ein Poetry Slam bekannt ist. Mit gebastelten Nummernarten für das Publikum und die Jury wird ordentlich Spaß reingebracht.

  • Weitere kleinere Ideen

Es folgt nun eine unsortierte Sammlung weiterer Ideen: Die Schüler stellen ein Zeugnis für die Lehrkraft aus (Evaluation lässt grüßen ;-)), man kann picknicken gehen und jeder Schüler bringt etwas mit, Sozialspiele sind möglich oder man mistet gemeinsam den Klassenraum aus und macht sauber.

Ich hoffe, ich konnte euch nun einige Anregungen geben und ihr verirrt euch vielleicht das ein oder andere Mal auf meinem Blog J Ich würde mich sehr freuen!

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4 Gedanken zu “Blogneuvorstellungen im Lehrercafe – Lehrer-Momente

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