Alles wieder vorbei (Beitrag 8/2017)

Des einen Freud, des anderen Leid – die Karnevalstage. Für die meisten rheinischen Frohnaturen ist es der absolute Höhepunkt des Jahres, für andere der absolute Graus und damit immer wieder ein Grund, in den Kurzurlaub zu flüchten.

In solch einer geteilten Meinung befinden sich auch etliche Schulen, in denen wir und unsere  Freunde und Bekannten unterrichten. Zum „mögen oder nicht mögen“ gesellt sich nun allerdings hinzu, dass wir im nördlichen RLP in einer der Karnelvalshochburgen leben und der Karneval eine langjährige Tradition pflegt. Genau aus diesem Grund heraus stößt uns beiden doch alljährlich immer wieder sauer auf, wie mit dieser Tradition umgegangen wird. Wenn sich ein ganzer Landstrich in ein und derselben Situation befindet, sollten doch gleiche Regeln für alle gelten. Leider ist dem nicht so und so gibt es zur allgemein ausgerufenen Fröhlichkeit häufig Ärger und Missmut und vor allem Nerverein, wenn alles wieder vorbei ist.

Es ist zum einen ziemlich unverständlich, zu welchen Zeiten die Schulen am Schwerdonnerstag ihren Unterricht beenden – manche um 11:11 Uhr, manche um 13:00 Uhr, andere wiederum lassen den Unterricht 8 Stunden durchlaufen. Die beiden letzteren Varianten führen zu nicht kontrollierbarem Alkoholkonsum in den Schulhäusern und anderen Ärgernissen, weniger jedoch zu Spaß. Der Freitag wird an den meisten Schulen vorgearbeitet, so dass hier ein zusätzlicher freier Tag entsteht. Aber eben auch wieder nicht alle kommen in diesen Genuss. Eine Mama berichtete uns von ihren beiden Kindern, die auf verschiedene Schulen gehen, dass ein Kind frei hat das andere nicht. So haben sie jetzt das eine Kind krankgemeldet, um als Familie verreisen zu können. Vermissen würde ihr Kind sowieso keiner, es seien ja kaum Kinder am Freitag anwesend. Was wir nur bestätigen können… Dazu kommen Freistellungen: einige Kollegen bzw. Kinder werden freigestellt am Donnerstag und Freitag, weil sie in Karnevalsvereinen tätig sind und bei den Zügen mitlaufen, andere allerdings nicht. Das Ausschlusskriterium für eine Freistellung ist häufig weder nachvollziehbar noch schlüssig. Und am Aschermittwoch setzt sich das Szenario fort: restalkoholisierte Schüler kreuzen auf, andere sind „krank“, wiederum andere müssen sich rechtfertigen für irgendwelche Abwesenheiten…an Unterricht laut Plan nicht zu denken.

Fazit: Unsere gesamte Gegend befindet sich für rund eine Woche im Ausnahmezustand, den man mag oder nicht, den man geregelt bekommt oder nicht, für den es Regeln gibt und auch wieder nicht. Für Eltern, Schüler und auch uns Lehrer sind diese Tage in keinster Weise angenehm, wenn es um die verpflichtenden Schulzeiten geht. Warum ist es dann nicht möglich, für solch eine Gegend wie die hiesige, einfach Ferientage von Ostern, Herbst und Sommer oder auch Weihnachten abzuknapsen und auf die Karnevalstage zu verlegen?

Eine Woche Ferien, von Mittwoch bis Aschermittwoch, Karnevalsferien –

und viele Probleme würden sich in Luftballonsluftballon1 auflösen und sich zerstreuen wie Konfetti. k22501589In diesem Sinne, euch allen eine schöne Zeit, eure Alexa und Ela Kaffeetasse

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20 Gedanken zu “Alles wieder vorbei (Beitrag 8/2017)

  1. Ferien in diesen Tagen wären wirklich gut.

    Bei uns haben wir uns früher immer verkleidet für die Schule, also am Faschingsdienstag.
    Dann gab es normalen Unterricht. Bis auf das Verkleiden war nicht viel anders. Das war auch ok so, denke ich.

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  2. Maaan, ich bin so traurig über meinen Wohnort im hohen Norden, da kommt nur wenig von der ganzen Feierlaune an. Ausnahmezustand aufgrund von ausgelassenem Feiern kann doch nichts schlechtes sein.

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  3. Hier in BW haben wir eine Woche mit beweglichen Ferientagen frei. Vom Schmotzigen bis Freitag nach Aschermittwoch. Zu meiner Schulzeit – die auch schon mehr als ein Jahrzehnt zurück liegt, wurden gegen 11 die Schüler aus dem Unterricht „befreit“ und eine gemeinsame Feier in der Aula abgehalten. Danach waren wir in die Freiheit entlassen.

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