Lachen ersetzt die Kopfschmerztablette (Beitrag 4/2017)

Vielen Dank an lifehag.com. Ihre Idee, einen Gastbeitrag anderer Blogger zu veröffentlichen, damit diese mehr Besucherzahlen und damit verbunden Aufmerksamkeit bekommen, fanden wir riesig. Die Idee verinnerlicht haben wir den Schreibern von lifehag einen bisher noch nicht veröffentlichten Beitrag zugesandt, er wurde angenommen und gestern auf deren Blog als Gastbeitrag veröffentlicht.

Beitrag: Lachen ersetzt die Kopfschmerztablette (ursprünglich veröffentlicht auf lifehag.com)

Stress, Ärger und missgestimmte Kollegen – genau das erwartet viele, wenn sie nach den Weihnachtsferien wieder im Büro oder (wie wir vom Lehrercafe) im Lehrerzimmer aufschlagen. Die freie hinter einem liegende Zeit hat zwar einerseits zur Erholung geführt andererseits aber auch viele Menschen verärgert, da sie sich im direkten Kontakt mit unliebsamen Verwandten befanden. Streit und Nervereien waren die Folge, und dieser aufgestaute Unmut muss nun entladen werden – dazu eignet sich ganz hervorragend für viele der Arbeitsplatz.
Wir haben es schon oft beobachtet und wahrgenommen, dass sich gerade im Januar das Stimmungsbarometer in vielen Lehrerzimmern nach unten bewegt. Zum gerade überlebten Feiertagsstress gesellt sich gern eine Flut von Konferenzen, da die Halbjahreszeugnisse geschrieben werden müssen. Letzte Klausuren stehen an, Noten sind auszurechnen, Eltern wollen zurückgerufen werden, Kollegen setzen einen unter Druck. Das alles führt bei vielen zu Stress, Wut, Frustration und Anspannung sowie den damit verbundenen Folgen wie Muskelverspannungen und Kopfschmerzen, schlechter Laune und aggressiven Untertönen in der Kommunikation.
Wir haben ein Medikament, welches völlig frei von Nebenwirkungen, kostenlos und absolut schnell wirkt und wie ein Aspirin das Stimmungsbarometer steigen lässt. LACHEN!
Wir stellen uns vor: Ihr steht einem Kollegen gegenüber. Schon seine Gesichtsmimik und –gestik deuten darauf hin, dass er nicht gut drauf ist. Mürrisch verlangt er eine sofortige Erledigung einer Aufgabe von euch, obwohl ihr im Moment keine Zeit dafür habt.
Man kann darauf einsteigen und mit ihm diskutieren und sich auf seine Stufe des Missmuts und dem sich daraus ergebenen Stress begeben oder man kann: lachen.
Lachen macht Spaß, nimmt Ängste, regt Selbstheilungskräfte an, fördert die Gesundheit, ist befreiend und macht gute Laune. Warum also nicht diese Vorteile der kostenlosen Momentmedizin nutzen? Kinder lachen laut Forschern bis zu 400-mal am Tag, wir Erwachsene nur noch bis zu 15-mal. Eine erschreckende Bilanz, nicht wahr? Dabei hat das Lachen ausschließlich positive Auswirkungen auf das körperliche und seelische Befinden. Die Fähigkeit zu lachen ist uns angeboren, es kann sich also keiner rausreden. Wer lacht, lebt länger und gesünder. Wer lacht, ist befreiter von Anspannung und Stress. Lachen ist das sogenannte Aspirin für unsere Seele. Wie das geht? Schaut her.
In Stresssituationen führt Lachen dazu, dass das Stresshormon Adrenalin in seiner Ausschüttung gebremst wird, Serotonin hingegen als Glückshormon wird durch das Lachen ausgeschüttet. Anspannung und Stress werden dabei wie durch ein Stressventil abgelassen. Der Herzschlag verlangsamt sich wieder, die Muskeln entkrampfen sich. Nur eine Minute Lachen in solchen Situationen wirkt genauso wie 45 Minuten Entspannungstraining. Unglaublich.
Ganz nebenbei wird beim Lachen die Produktion von schmerzstillenden und entzündungshemmenden Stoffen im Blut angekurbelt. Häufig auftretende Kopf- und Muskelschmerzen lindern sich dadurch.
Nun wird der ein oder andere Leser sicher denken, dass ihm in solchen Situationen bestimmt nicht zum Lachen sei. Richtig, aber zum Lachen kann man sich zwingen, denn die Vorteile liegen klar und deutlich auf der Hand, auch unter der Gefahr, dass man vielleicht für verrückt gehalten wird. Allerdings, wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und durch Lachen gewinnt man immer – für seine Seele, für seine Gesundheit. Durch das Lachen bekommt man bessere Laune, man fühlt sich wohler, man entspannt sich. Zum Lachen zwingen kann man sich zum Beispiel, indem man sich einen Bleistift oder einen Kugelschreiber ad hoc zwischen die Zähne klemmt (hat ein Lehrer immer in der Tasche) – das erzeugt unweigerlich ein Lächeln und dann klappts mit der Steigerung, dem Lachen, auch besser. Wer das mit dem Stift nicht mag, stellt sich vor (oder tut es sogar), er würde den Vokal E aussprechen. Das verleiht dem eigenen Gesicht augenblicklich einen fröhlichen Ausdruck und verleiht dann vielleicht zu mehr, einem Lachen.
Also, auch wenn’s nichts zu lachen gibt, können wir uns wenigstens um ein Lächeln bemühen und uns dadurch versuchen, zu entspannen. Schon mit einem Lächeln fühlen wir uns wohler und können die wunderbaren kostenlosen Heilkräfte nutzen und müssen nicht im Anschluss an die oben dargestellte Situation in unserer Tasche kramen, um uns auf die Suche nach einer Kopfschmerztablette zu begeben.
Liebe Leser, lacht mal wieder. Es tut gut. Und vor allem dann, wenn ihr angespannt seid.
Liebe Grüße aus dem Lehrercafe, heute von Alexa und Ela
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8 Gedanken zu “Lachen ersetzt die Kopfschmerztablette (Beitrag 4/2017)

  1. Ich habe mal angefangen durch Euren Blog zu schmökern. Wirklich eine tolle Idee. Zum Beitrag kann ich nur sagen „Wie recht sie damit haben!“ Bei mir im PJ auf der derzeitigen Station lachen wir des Öfteren. Sehr oft über uns selbst. Ich persönlich lache sehr viel über mich selbst, weil ich mich manchmal herrlich ungeschickt und auch umständlich anstelle oder auch nur ausdrücke. Aber ja! Lachen ist wichtig, das ist eine der Sachen, die wir von Kindern auch lernen können. Nicht alles so eng zu sehen. Nicht alles todernst zu nehmen.
    Nochmals Danke!
    Liebe Grüße
    Änschie

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    • Oh danke für die Blumen, es ehrt uns sehr, dass sogar Berufsfremde sind für unsere Beiträge begeistern lassen.
      Über sich selbst lachen ist wirklich ein sinnvoller Zusatz oder der Blick auf die Kinder, die doch recht unbekümmert und wesentlich mehr lachend durch die Welt gehen als wir Erwachsene.
      Hab eine schöne Woche, LG Ela☕

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  2. Lachen ist gut, aber mir ist zum Heulen zu Mute. Tagtäglich sitze ich im Lehrerzimmer und denke darüber nach, die ganze Sache hinzuschmeißen. Gerade jetzt in der Zeugniszeit habe ich mit nichts anderem zu tun, als sinnlose Zettel auszufüllen, in irgendwelche Listen einzutragen und von Konferenz zu Konferenz zu hetzen. Und hast du mal irgendwo einen kleinen Fehler gemacht, was bei diesen vielen Zahlen und Namen passieren kann, wird dir gleich der Kopf abgerissen. Darüber lachen hilft meines Erachtens wenig, es ändert nichts. Gruß Matthias

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    • Lieber Matthias, es ändert sich etwas für dich. Wenn du Situationen dieser Art belächeln kannst, geht es dir besser. Es wird wahrscheinlich nicht an euren schulinternen Veranstaltungen und formalen Regularien ändern, aber du wirst dich besser fühlen und erträgst den Druck, den du erfährst, einfach etwas leichter. Natürlich ist es nicht schön, wenn man für kleine Fehler direkt eins mit dem Vorschlaghammer übergebraten bekommt, aber sich darüber massivst aufregen und dem Gegenüber siganlisieren, „du hast gewonnen“, „du hast die Oberhand“ lässt dich immer mehr frustrieren. Versuch es doch mal beim nächsten Mal. Lächle und denk dir deinen Teil, aber lächle. Und schon regt sich dein Gegenüber auf, aber das Magenschwür bekommt der andere und nicht du😉.

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