Update Tamara: Wie es ihr heute geht…

Am Samstag trafen wir sie wieder, unsere liebe Freundin Tamara kam vollends entspannt und strahlend ins Lehrercafe. Man brauchte eigentlich gar nicht nachzufragen, ob es ihr gut gehe, man sah es ihr schon beim Hereinkommen an.

Sie hat zum 01.10.2016 ihre Lehrtätigkeit an einer Privatschule aufgenommen, dazu auch das Bundesland gewechselt. Letzteres führt leider dazu, dass wir uns nicht mehr so häufig sehen, da sie mittlerweile auch umgezogen ist, mit Mann und Kind und Hund. Alle machten mit, alle sind zufrieden… heile Welt? Tatsächlich, so etwas gibt es noch.

Wir fragen Tamar Löcher in den Bauch und kommen ehrlich gesagt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Pro und contra Privatschule – hier eine Kurzfassung:

pro Privatschule

contra Privatschule

Tamara hat es mit einer sehr angenehmen Schülerklientel zu tun und einer doch gut betuchten Elternschaft.

Das Schulgebäude mitsamt seinen Anlagen ist sauber, ordentlich und modern eingerichtet. Die Schultoiletten sind tiptop, das Essen der Schulmensa sehr schmackhaft.

Das gesamte Lehrsystem ist bestens strukturiert, die Lernmittel sind allesamt modern, hochwertig und in mehr als ausreichender Zahl vorhanden.

Die Klassen sind klein (max. 13 Schüler), eine bessere Betreuung und individuelle Beschulung verstehen sich allein dadurch von selbst.

Neben den Unterrichtsräumen sind Räume für die Schülerfreizeit ebenso vorhanden wie ein Lehrerruheraum (die Bilder luden sofort zum Verweilen ein).

Tamara konnte bisher nur motivierte Lehrerkollegen kennenlernen, alle Kollegen sind nach langer Sichtung ausgewählt worden (ob sie ins Konzept und ins Team passen), insgesamt beschreibt sie die Lehr- und Lernatmosphäre als sehr angenehm. Sie fühlt sich überaus wohl in einem harmonischen Team.

Für den Nachmittag gibt es ein umfangreiches AG-Angebot und das Angebot der Wahlfächer ist gegenüber staatlichen Schulen größer.

Stundenausfälle sind sehr gering, Raumnot kennt diese Schule nicht.

Die gut betuchten Eltern zahlen monatlich bis zu 200,- € für jeden ihrer Sprösslinge, dafür nehmen sie sich ein großes Mitspracherecht in etlichen Belangen heraus. Jedoch bleibt der höfliche Ton stets gewahrt, die Devise „Wir können über alles reden.“ verinnerlichen alle Beteiligten.

Jede Lehrkraft muss von sich aus in einen guten Unterricht investieren, man wird beobachtet und muss sich so manches Mal erklären. Jedoch gibt auch hier der Ton die Musik an, alle Gespräche verlaufen harmonisch. Teamarbeit im Sinne von einem wirklichen Team steht an erster Stelle. Einzelkämpfer sind hier fehl am Platz.

Das Gehalt ist geringer, Tamara büßt 600,- € im Monat ein. Für gute Klassendurchschnitte und innovative Ideen erhält sie dagegen Boni.

Der Beamtenstatus ist weg.

 

Alexa und mir steht der Mund offen, die Pro Seite ist unglaublich. Mit der Contra Seite könnten wir in der Tat auch leben. Die Sache mit dem Beamtenstatus und für Alexa wohl auch die Gehaltseinbuße – nicht so toll, aber zu umfangreich, hier zu erläutern, warum.

Tamara liebt ihren Beruf – ich habe mal irgendwo aufgeschnappt: Lehren ist wie lieben, wer viel opfert, tut einiges dafür und fühlt sich am Ende wohl. Genau das ist bei Tamara eingetroffen, sie hat viele Dinge geopfert für diesen Neuanfang, verbunden auch mit Dingen, die ihre gesamte Familie opfern musste. Aber sie fühlt sich nach langer, langer Zeit endlich wieder wohl.

Euch allen eine gute Zeit in allen euren Bereichen, in denen ihr tätig seid.

LG aus dem Lehrercafe, eure Ela Kaffeetasse

 

 

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2 Gedanken zu “Update Tamara: Wie es ihr heute geht…

  1. Es freut mich sehr zu hören, dass es Tamara so gut geht! Es scheint, als hätte sie die richtige Enscheidung getroffen, auch wenn sich dadurch in ihrem Leben viel verändert hat. So ein Umzug mit Mann und Kind – den macht ja auch nicht jeder so mit. Aber es ist wirklich wichtig, dass man gerne zur Arbeit geht, ganz besonders als Lehrer, wo man sich einfach auch keine schlechten oder unproduktiven Tage erlauben kann. Ich habe ja auch den Beamtenstatus aufgegeben, allerdings hing da natürlich noch nicht so viel dran wie wahrscheinlich bei eurer Freundin. Ab einem gewissen Zeitpunkt geht es ja auch um Pensionsansprüche usw. Aber allein bei mir war es schon ein unglaublicher Papierkrieg. Der sich aber gelohnt hat! Ich würde es jederzeit wieder tun! Alles Gute für Tamara weiterhin, dass sie an der Privatschule dauerhaft glücklich werden möge und ihr euer Kaffeekränzchen trotzdem aufrecht erhalten könnt! 🙂

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